Kursfahrten

Bericht: Bio-LK-Kursfahrt 

Segeltour in Niederlande / Enkhuizen 
05. Juli 2011 – 11. Juli 2011
betreuende Lehrer: Herr Cartobius und Herr Wilker
(26) Schüler: der Biologie-Leistungskurse
Kosten:  340,- € / Woche
unser Schiff: Waterwolf
 

Wir haben uns am 5. Juni um 7.45 Uhr am Berlin Hbf getroffen; und das an einem Sonntagmorgen! Um 8.13 Uhr fuhren wir also mit der Regionalbahn los und kamen ca. 16 Uhr in Enkhuizen an – etwa 8 Stunden Fahrt waren das; inklusive Ausfall der Klimaanlage, was unsere Laune aber nicht weiter beeinflusst hat; ein Zwischenstopp in Hilversum war inbegriffen. Direkt am Hafen sind wir angekommen; diese vielen Segelschiffe in verschiedenen Größen, Formen und Farben!

„Waterwolf“ - so hieß unser Segelschiff in dem es elf 2er-Zimmer, einen 4er-Zimmer, eine Küche, ein Aufenthaltszimmer, ein Salon mit Fernseher, 4 Toiletten und 4 Duschen gab; was sehr erstaunlich war, denn es schien von außen viel kleiner zu sein, aber tatsächlich hatte Waterwolf eine Länge von 41m, eine Breite von 6,25m und einen Tiefgang von 1,40m. Unglaubliche 400mFläche hat das Segel.

Nachdem wir unsere Kajüten bezogen haben, lernten wir die Gastgeber kennen; der Skipper Jelte, seine Frau Annelies und den Matrose Chris. Am nächsten Morgen bekamen wir von Jelte eine kleine Einführung in die Kunst des Segelns.

Wir wurden in 5er bis 6er Gruppen aufgeteilt. Diese sogenannte „Tages-Verantwortlichen-Gruppe“ hatte die Aufgabe für Frühstück, Mittagsessen und Abendessen zu sorgen; auch der Einkauf, das Tische Decken und Abräumen, der Abwasch, das Fegen und Reinigen der WCs und Duschen gehörte zu deren Aufgabe. An dieser Stelle muss man erwähnen, dass echt jede Gruppe diese Aufgaben extrem gut gemeistert hat; die eine hat die andere übertrumpft und wir hatten somit jeden Tag etwas leckeres zum Essen. Sogar unsere Lehrer waren ganz begeistert von unseren Kochkünsten. Vor der Kursfahrt haben die Gruppen Vorträge rund um Niederlande und das Wattenmeer vorbereitet, die dann an Bord vorgetragen wurden.

Ein gewöhnlicher, aber eigentlich immer mit neuen Erlebnissen verbundener Tag sieht so aus:

8.00-8.30 Uhr stärkten wir uns mit einem leckeren Frühstück. Nachdem die „Tages-Verantwortlichen-Gruppe“ mit ihrer Arbeit fertig war und „klar-Schiff“ gemacht hat, konnten wir ca.

10.00 Uhr, je nachdem wie der Wind ist, endlich raus aufs Meer. Es ging nun ans Tauziehen und ein Segel nach dem anderen erhob sich Richtung Himmel. Staunen und Genießen war jetzt angesagt.

13.00 Uhr war Mittagszeit. Dadurch, dass wir während des Segelns nichts außer Wasser für Kaffee oder Tee kochen durften, gab es auch zum Mittag Brötchen, Baguette und manchmal auch super leckeren Salat.

Viel Zeit verbrachten wir auf dem Schiff; Uno, Mau-Mau, haben wir gespielt, wir haben uns an Deck oder im Netz vorne entspannt, das Wetter und die Segelatmosphäre genossen, einen Film geguckt, Bücher gelesen, uns viel unterhalten, Werwolf wurde gespielt. Zwischendurch wurde an Deck auch geackert, um das Schiff auf Kurs zu halten - „Wir gehen eine Wende machen!“ Das Wort „Wende!“ war so eine Art Alarm-Signal, denn immer, wenn Chris „Wende!“ gerufen hat, haben alle ihre Sachen stehen und liegen gelassen, um die Segel wieder dem Wind anzupassen.

An Deck hatten wir oft fantastisches Wetter und konnten so richtig das Segeln genießen. Wir hatten starken Wind und blauen Himmel. Mit extremer Schräglage konnten wir die Nase in den Wind und die Sonne halten, den Wellen zuschauen wie sie gegen das Schiff rollen und das aufspritzende Meereswasser auf der Haut spüren. Maria hat sich zwar Mühe gegeben dieses Erlebnis in unserem „Kursfahrts-Tagebuch“ zu beschreiben, aber zum Glück haben Herr Cartobius und einige Schüler die Kamera nicht mehr aus der Hand gelegt, sodass wir Massen an wunderschönen Fotos und Videos haben.

17.00 Uhr haben wir meistens unser Ziel erreicht; manchmal, wenn der Wind uns im Stich gelassen hat, haben wir einfach einen Zwischenstopp gemacht und sind dann am nächsten Tag weiter gesegelt.

19.00 Uhr bescherten uns die jeweilige Gruppe wie schon erwähnt, ein schmackhaftes Abendessen. Nach dem Abendessen hatten wir bis 24.00 Uhr Freizeit und konnten Dinge machen wie, z.B. zusammen in eine Hafenkneipe gehen, den Ort erkunden oder einfach nur faulenzen.

Viele weitere Unternehmungen und Aktivitäten versüßten uns den Tag, wie z.B. eine Radtour mit anschließendem Besuch im Ecomare Museum, wo wir Seehunde besichtigen konnten, eine Trockenlegung im Wattenmeer, wo wir weit auf dem offenen Meer plötzlich nur noch eine Wasserhöhe bis zu den Knien hatten. Abgesehen davon, dass das Wasser eisig kalt war, war das ein Erlebnis, das wir so schnell nicht mehr vergessen werden. Eine weitere Unternehmung war die Wattwanderung am frühen morgen, wo wir eigentlich Wattwürmer hätten sehen wollen, aber mit kleinen Krebsen, Algen und Muscheln haben wir uns auch zufrieden gegeben.

Eine kurze, aber wunderschöne Kursfahrt mit tollen Leuten und neuen Erfahrungen geht am 11. Juni zu Ende und wir fuhren wieder nach Berlin. Letztendlich trennen sich unsere Wege um halb 5 am Berlin Hauptbahnhof.

Impressionen