Exkursionsberichte

Gläsernes Labor

Schülerlabor MaxLab des Max-Delbrück-Centrums (MDC) auf dem Campus Berlin-Buch

15. Dezember 2010, 9:00 bis 13:00 Uhr

11, 00 € pro Schüler

Zusammenfassung des 1. Semesters – Verhaltens- und Neurobiologie

Axone, Synapsen und Dendriten in Aktion

Verschiedene Experimente zur Verhaltens- und Neurobiologie

 acht verschiedene Experimentierstationen

Station 1 - Diffusion und ihre Folgen: Die Diffusionsvorgänge werden mit einem Voltmeter gemessen und als wichtige Grundlage bei bioelektrischen Vorgängen in der Zelle diskutiert.

Station 2 - Potenzialmessungen: Hier werden Potenzialmessungen an kationpermeablen Membranen durchgeführt.

Station 3 - Muskeln zucken lassen: An der Achillessehne wird ein Reflexbogen ausgelöst, dessen Leitungsgeschwindigkeit bestimmt wird.

Station 4 - Reizableitung: Nach mechanischer Reizung am lebenden Regenwurm werden Aktionspotenziale aufgenommen.

Station 5 - Elektrooculographie: Beim Lesen verschiedener Texte werden die Augenbewegungen gemessen. Verliest sich die Versuchsperson, kann dieses sofort erkannt werden.

Station 6 - Verloren im Fingerlabyrinth: Dokumentation der eigenen Lernleistung

Station 7 - Was guckst Du?! Arbeiten mit der Prismenbrille

Station 8 - Die Umkehrmaus: Was eine umprogrammierte Computermaus anrichten kann.

Die erste Exkursion des Biologie Leistungskurses führte uns in das Gläserne Labor; es ist eine 1999 gegründete Bildungseinrichtung auf dem renommierten Wissenschafts-und Biotechnologiepark Campus Berlin-Buch und gehört mit über 12.000 kursteilnehmenden Schülern und Lehrern pro Jahr  zu den besucherstärksten Schülerlaboren der Bundesrepublik.

Ziel dieser Exkursion war es,  theoretisches Know-How aus dem Unterricht in praktischen Arbeiten und Experimenten in einem Labor zu beweisen, zu verstehen, zu wiederholen. Es sollte eben als eine Art Zusammenfassung der Inhalte des ersten Semesters dienen; zum Ausklang.

Bei den meisten Schülern war das Interesse an der Exkursion schon durch deren Wahl, Biologie als Leistungskurs, vorbestimmt; außerschulischer Unterricht ist außerdem nochmal interessanter.

Angekommen, über Sicherheitshinweise belehrt, Kittel anhabend, motiviert – So haben wir selbstständig in zweier bzw. dreier Gruppen Experimente durchgeführt. Die haben wir protokolliert, ausgewertet, damit wir uns gegenseitig die Ergebnisse am Ende des Kurses präsentieren konnten. Während dem Experimentieren wurden wir durch Wissenschaftler aus den Forschungseinrichtungen des Campus angeleitet.

An den Stationen waren Arbeitsblätter mit Arbeitsanweisungen und Zusatzinformationen. Diese waren interessant, jedoch ein wenig lang verfasst (doppelseitiges A3-Blatt), sodass einige von uns keine Lust hatten, diese zu lesen und Experimente teilweise falsch oder unvollständig durchführten. Es gab ein paar Experimente, wie z.B. „Diffusion und ihre Folgen“ und „Potenzialmessungen“, die nicht sehr aufregend waren, auch weil wir diese schon im Unterricht durchgeführt haben. Das war auch der Grund dafür, dass diese beiden Stationen fast nie besetzt waren und zwei Gruppen an einer Station arbeiteten bzw. Pause machten. „Was guckst du?!“ kam besonders gut an; das war lustig. Die Experimente an den Stationen 3-5 waren sinnvoll; denn die Gerätschaften haben wir an der Schule nicht; die Möglichkeit solche Experimente durchzuführen, gibt es eben nur in einem richtigen Labor.

Insgesamt haben uns die Experimente Spaß gemacht; schade war, dass die meisten Gruppen wegen Zeitmangel nicht alle Experimente durchführen konnten. Die Präsentationen am Ende des Kurses waren durch den tollen Mitschülern spaßig, aber trotzdem informativ gewesen. Zu der Kursbetreuung muss man leider sagen, dass eine tolerantere und freundlichere Art, ihnen mehr Sympathie entgegengebracht werden könnte; das trifft natürlich nicht auf alle Betreuer zu!

Insgesamt halten wir die Exkursion für gelungen, weil man nicht nur zum Ausklang des ersten Semesters entspannt den Inhalt wiederholt hat und Unklarheiten klären konnte; sondern man konnte die Mitschüler, die man vielleicht nur aus dem Biologiekurs kennt, anders und besser kennenlernen. 11 € haben wir jeweils für diese Exkursion bezahlt; es war leider etwas teuer dafür, dass wir ein paar Experimente gemacht haben, die wir schon kannten.

Die Exkursion in ein Forschungslabor und die Betreuung durch Wissenschaftler konnte uns ein zeitgemäßes Bild von Lebenswissenschaften, von Tätigkeitsfeldern und Berufsperspektiven geben.